Israel

Ein selbstbewusstes und bestimmtes Eintreten für die Existenz und das Gedeihen des Staates Israel ist der IKG immer ein großes Anliegen gewesen. In der Vergangenheit hat die IKG-Führung jedoch oft Handlungen gesetzt, als wäre sie die Botschaft des Staates Israel. So hat der IKG-Präsident im Laufe der letzten Legislaturperiode die israelische Politik mehrfach in österreichischen Medien kommentiert.

Die österreichische und auch europäische Öffentlichkeit differenziert kaum bis gar nicht zwischen und Israelischen StaatsbürgerInnen und Jüdinnen und Juden. Diese Begriffsvermischung macht es allen Seiten wirklich schwer, Positionen zu jüdischen Fragestellungen und zu Israel einigermaßen zu trennen und sachlich darüber zu kommunizieren.

  • Für uns ist Israel ein integrativer Teil unserer Identität und ein Herzensanliegen. Israel gibt uns sehr viel emotionale Sicherheit und wir fühlen uns mit seinen BürgerInnen tief verbunden. Wir unterstützen und stehen zu Israel, müssen allerdings nicht jede Entwicklung automatisch befürworten.
  • Wir werden uns auch weiterhin von allen israel-feindlichen und Israel delegitimierenden Kräften klar distanzieren.
  • Umso wichtiger ist es, dass Informationen und Kommentare über Agenden der IKG einerseits und über Israel andererseits getrennt behandelt und kommuniziert werden, damit ein differenziertes Bild entstehen kann, und die automatische und selbstverständliche Gleichsetzung von „Juden“ mit „Israel“ aufhört.
  • Wir möchten klare Aussagen treffen, um dazu beizutragen, dass Israel in Medienberichten in seiner Komplexität wahrgenommen wird, statt als „einziges Hindernis für einen Frieden im Nahen Osten“ (und in der Welt?) hingestellt zu werden.