Respekt

Respekt ist nicht teilbar

Derzeit ist die Art und Weise, in der innerhalb unserer Gemeinde kommuniziert wird, emotional und häufig respektlos. Das betrifft beinahe alle Bereiche: die Führungsgremien, die Kommissionen, die Verwaltung, den Umgang  der einzelnen Fraktionen miteinander und gelegentlich auch die Kommunikation nach außen. Das schadet dem Gedanken der Einheitsgemeinde und reißt unnötig Gräben auf.

Wenn wir eine gemeinsame Identität fördern wollen, müssen wir das Gemeinsame und Verbindende über das Trennende stellen, Meinungsverschiedenheiten sachlich austragen und bei Divergenzen emotionslos gemeinsam nach Lösungen suchen.

  • Es braucht eine neue Haltung von Menschlichkeit, sozialem Bewusstsein und Ethik nach innen und außen: Dialog, Transparenz, Offenheit, Menschlichkeit und Solidarität müssen in der täglichen Arbeit gelebt werden.
  • Die Kommunikation innerhalb der IKG, in allen Gremien, in der Verwaltung, zwischen den Fraktionen und den Mitarbeitern hat sachlich und respektvoll zu erfolgen.
  • Es geht uns um eine Besinnung auf die traditionellen moralischen und ethischen Werte des Judentums wie gegenseitige Achtung, menschliche Wärme und soziales Engagement.
  • Allen Mitgliedern unserer Gemeinde – wie auch allen jenen Jüdinnen und Juden, die nicht wahlberechtigt sind oder die es vorziehen, der IKG nicht beizutreten – gebührt das selbe Recht auf Respekt. Gleichgültig ob sie reich oder arm, alt oder jung, orthodox oder liberal, aschkenasisch oder sefardisch, in Wien geboren oder zugewandert sind.
  • Wir treten gegen antisemitische und israelfeindliche Aussagen auf, auch wenn sie uns hier in Österreich nicht unmittelbar betreffen (zB. Ungarn, Grass).
  • Wir sind im Verhältnis zur österreichischen Bevölkerung eine kleine Minderheit. Wir sind uns unserer gesellschaftspolitischen Position als Juden und Jüdinnen in Österreich jedoch bewusst und sehen es als Aufgabe der IKG, auch andere Minderheiten in Österreich beim Schutz und der Wahrnehmung ihrer Rechte und Interessen aktiv zu unterstützen.
  • Das verstärkte Eintreten gegen jegliche Formen von Rassismen – nicht ausschließlich den Antisemitismus – und für deren Thematisierung bzw. Enttabuisierung, betrachten wir als moralische Verpflichtung. In diesem Sinn nehmen wir aktiv auch an Diskussionen über Flüchtlinge, Asyl, Migration, Menschenrechte teil.