Schulen und Bildung

Derzeit gibt es in Wien fünf jüdische Schulen. Zwi Peres Chajes Schule und Lauder Chabad führen die Kinder vom Kindergarten bis zur Matura. Zusätzlich gibt es das JBBZ, die Lauder Business School, zwei Jeschiwot und den Religionsunterricht für Kinder an öffentlichen oder internationalen Schulen. Die orthodoxeren Schulen gehen bis zum Ende der Schulpflicht bzw. bis zum 13. Lebensjahr.

Das bedeutet, dass orthodoxe Kinder oft schon in jungen Jahren von ihren Eltern ins Ausland geschickt werden müssen, um ihre Schulbildung abzuschließen.

Fairerweise muss angemerkt werden, dass ein Teil der orthodoxen Familien sehr zögerlich ist, ihre Jugendlichen zu viel Kontakt mit der profanen Welt auszusetzen. Vor allem die Berufswahl der jungen Frauen wird eher in die Richtung Kindergärtnerin und Lehrerin gelenkt, da die Zukunft als Ehefrau und Mutter im Vordergrund der Wünsche steht.

Für nicht religiöse jüdische Familien gibt es keine geeignete jüdische Schule. Sie sind auf das öffentliche oder internationale Schulwesen und den externen Religionsunterricht der IKG angewiesen.

Die IKG subventioniert die verschiedenen Schulen mit Beträgen zwischen € 665.000 (ZPC) und € 1.200 (Talmud Tora Sinai).

Die Möglichkeit um Stipendien zum Schulgeld anzusuchen (im Topf sind ca. € 400.000), haben allerdings nur die Eltern der SchülerInnen der Zwi Peres Chajes Schule („denn das ist ja unsere Schule“, Zitat eines Mitglieds von Atid).

  • Wir benötigen ein Gesamtkonzept und die Koordination der jüdischen Schulen in Wien, um eine breite Abdeckung aller Strömungen ermöglichen
  • Im Sinne der Gerechtigkeit müssen alle Familien, deren Kinder jüdische Schulen besuchen, bei der Vergabe von Stipendien zum Schulgeld gleich behandelt werden. Wir sagen: „Alle Kinder sind unsere Kinder“!
  • Die jüdischen Schulen sollten in Bezug auf den Grad der Religiosität besser kategorisiert werden, um eine breitere Abdeckung der Bedürfnisse verschiedener Strömungen zu versuchen
  • Es braucht eine Bedarfsanalyse, ob und wie viele orthodoxe Familien (Kinder) eine Matura anstreben würden, gäbe es dazu die Möglichkeit